Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden, Auftraggebern
Organisatorische und kaufmännische Aufgaben
Recherchieren heißt; nicht nur, die Online-Recherche und das Auffinden von Informationen aus Archiven zu beherrschen, sondern vor allem auch in direkten Kontakt mit Menschen zu treten, die Information und Meinung liefern. Die Ergebnisse hält man fest: als schriftliche Notiz, in Ton oder Bild.
Mehr über das Thema Online-Recherche unter http://www.journalistische-praxis.de/rp/recherche.html
Ein Storyboard zu konzipieren setzt sowohl gute Ideen als auch Sachkenntnis voraus. Das Storyboard legt die Struktur der Website fest. Der Begriff kommt aus der Filmtechnik und ist vergleichbar mit Drehbuch. Es entspricht in etwa dem Seitenspiegel im Printbereich. In die Sitemap werden Hypertext-Elemente für eine Web-Präsentation miteinander kombiniert. Auf den einzelnen Seiten müssen die Themen sowie die grafischen, multimedialen oder interaktiven Elemente eingezeichnet werden. Über das Hypertext-Storyboard hat jeder Redakteur eine Übersicht über Umfang, Platzierung und Gestaltung seiner Story.
Mehr über das Thema Storyboard erfahren Sie bei den Übungen Seminarunterlagen „Best practice - oder misslungen?“
Präsentieren heißt, die Inhalte netzspezifisch für das Internet umzusetzen: den Text schreiben und auf die verschiedenen Ebenen zu verteilen beziehungsweise die Inhalte sinnvoll miteinander zu verlinken. Zu dem erforderlichen technischen Know-how gehören: Grafiken, Fotos und Audiodateien bearbeiten, aber auch bei Videoaufnahmen die entscheidende Sequenz auswählen. Eine schnelle und richtige Auswahl ist auch hier gefragt.
Redigieren und schneiden: Was auf der Website erscheint, hat der Online-Redakteur bearbeitet bzw. geschnitten, überarbeitet und gekürzt. Häufig verfasst er eine neue Überschrift oder textet den Teaser und die Einstiegsseite neu. Im Idealfall haben die Autoren bereits publizierfähigen Content, also Inhalt, geliefert. In der Regel ist das abschließende redaktionelle Bearbeiten notwendig, um das Image, den Charakter des jeweiligen Online-Angebots zu wahren.
Archivieren und dokumentieren: Freie Online-Journalisten legen ihr privates Archiv an, Redaktionen sammeln Recherche-Ergebnisse und fertige Beiträge zentral. Die Kunst besteht darin, das Redaktionsarchiv so zu organisieren, dass die Text-, Bild- und Audiodateien nach Schlagworten und Themen sortiert wieder aufgefunden werden können. Technisch verwenden Online-Redaktionen dazu Redaktionssysteme oder Content-Management-Systeme(CMS)
Mehr über Redaktionssysteme oder Content-Management-Systeme (CMS) erfahren Sie hier
Kommunikation mit Mitarbeitern, Kunden, Auftraggebern
Kommunikation moderieren: Auch Kommunikation, der Austausch der User untereinander in Chats und Foren ist ein Web-Inhalt, den der Online-Journalist organisiert. Das Handwerkszeug, das er braucht, ist die Moderationstechnik. Zu dieser Aufgabe gehören vor allem soziale Fähigkeiten und Erfahrungen mit den webspezifischen Kommunikationsformen. Mehr zu den Kommunikativen Formen
Online-Journalismus ist ein hoch kommunikativer Beruf. Der Online-Journalist ist viel unterwegs, online wie offline. Er pflegt seine Kontakte. Er spricht mit dem Verkäufer am Kiosk, mailt sich mit dem Experten für Ernährungsfragen, chattet und argumentiert sich durch Diskussionsforen, kommentiert Weblog-Einträge. Um die Bindung zwischen User und Site zu stärken, beantwortet er für sein Online-Magazin laufend die E-Mail-Anfragen und beobachtet die Beiträge der User. Er verfolgt die Nachrichten in den Medien, interessiert sich für Messen, Jahrmärkte, Festivals. Kurz: Er ist neugierig auf Menschen und alles, was sie beschäftigt.
Zu den organisatorischen Aufgaben zählen: produktbewusst konzipieren, Kooperationspartner akquirieren, kundenorientiert kommunizieren und beraten, Projektarbeit in häufig wechselnden Projektteams organisieren, Konzepte technisch umsetzen. Spiegel online und Süddeutsche online sind Markenprodukte. Aufbau und Pflege der eigenen Marke sind ebenfalls zentrale Aufgaben der dort tätigen Online-Journalisten.
Kaufmännische Tätigkeiten eines Online-Journalisten beziehen sich vor allem auf die eigene Redaktion: Content-Sharing heißt zum Beispiel, mit dem Anbieter der Horoskop-Datenbank zu verhandeln, Content Syndication, sich um die Nutzungsrechte für aktuelle Musiktitel zu kümmern.
Akquise von Werbekunden und Kooperationspartnern ist nicht direkt eine online-journalistische Tätigkeit. Vor allem in der Anfangszeit des Online-Journalismus vermischten sich die Aufgabenbereiche. Heute ist die Trennung zwischen Anzeigenabteilung einerseits und Online-Redaktion andererseits üblich und sinnvoll.
Auf der Unterseite Medienberufe von A-Z von AIM, dem Medieninformations KoordinationsCentrum für Ausbildung in den Medienberufen, finden Sie viele Informationen zum Thema Aufgaben und Tätigkeit des Online-Journalisten sowie wichtige Links zu Online-Redaktionen bzw. Online-Magazinen, Presseagenturen und Buchtipps zum Thema.