Pressearbeit: Was wollen Journalisten?

Das Unternehmen der dpa-Gruppe, news aktuell, veröffentlichte Anfang 2012 eine umfassende Studie über das Rechercheverhalten von Journalisten aller Mediengattungen.

Daran haben bundesweit mehr als 1400 Journalisten aus allen Medienbereichen teilgenommen. Welche Materialien bevorzugen sie? Welche Inhalte und Informationen sind für ihre Arbeit von Bedeutung? Welche Kanäle sind für die Materialbeschaffung wichtig?

Die Antworten der Studie  „Recherche 2012 – Journalismus, PR und multimediale Inhalte“ sind ziemlich eindeutig. So stufen etwa 75 Prozent der Befragten eine Pressemitteilung als besonders wertvoll ein, wenn diese zusätzlich Bilder, Videos oder pdf-Dateien beinhaltet. Für Journalisten ergeben sich so noch mehr Möglichkeiten der Berichterstattung.

 

Mehrwert Pressemitteilungen

So nutzen Journalisten PR-Material für ihre redaktionelle Arbeit.

Bildmaterial wird laut der Umfrage mit 68 Prozent am häufigsten für die redaktionelle Arbeit genutzt. Damit sind Bilder die wichtigste Ergänzung für Pressemitteilungen. Weiterführende Links und Hintergrundinformationen kommen an zweiter (knapp 60 Prozent) beziehungsweise dritter (rund 53 Prozent) Stelle. Danach wird auf Videomaterial oder Infografiken (beide 34 Prozent)  zurückgegriffen.

 

Nutzung von PR-Material

So häufig nutzen Journalisten PR-Material für ihre redaktionelle Arbeit.

Da Journalisten eher nach Themen als nach Unternehmen suchen, ist die Suchmaschine mit knapp 78 Prozent neben E-Mail, ebenfalls 78 Prozent, das am häufigsten verwendete Recherchetool. Erst danach wird das unternehmenseigene Archiv (etwa 55 Prozent) durchforstet, werden Nachrichtenagenturen (52 Prozent) oder Presseportale (rund 26 Prozent) für die Recherche genutzt. Webauftritte von Unternehmen rufen Journalisten eher selten als Informationspool auf. Nur etwa 32 Prozent greifen auf sie zurück.

 

Recherchequellen

Die Quellen, die Journalisten für ihre Recherche nutzen, sind unterschiedlich.

Übrigens: Etwa die Hälfte der Journalisten nutzt für Recherchezwecke auch soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter oder Youtube.

Je mehr desto besser für die Pressearbeit

Fazit: Um möglichst viele Journalisten zu erreichen und für das Pressematerial zu interessieren, sollten die Presseinformationen über viele verschiedene Kanäle angeboten werden. Ergänzendes Bildmaterial, Hintergrundinfos oder Videos machen eine Pressemitteilung für Journalisten wertiger – vorausgesetzt, die Materialien lassen sich einfach und schnell weiterverwenden. Social Media gewinnt mehr und mehr an Bedeutung, auch hier machen Presseinformationen Sinn.

 

Quelle: news aktuell GmbH

Autorin: Beata Gail

 

 

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