Meinungsäußernde Formen

Kommentar

Leitartikel

Kritik

Glosse

Kolumne

Essay

Die Meinung des Users

Checkliste für meinungsäußernde Stilformen online

Kommentar

Für einen journalistisch aufgebauten Kommentar gilt:

Walther von La Roche unterscheidet drei Arten von Kommentaren:

Kommentare kann man zu jedem Thema schreiben, nicht nur im Bereich Politik. Man muss nicht unbedingt die Meinung einer der beteiligten streitenden Parteien vertreten. Ein weiterer Standpunkt, an den bis jetzt vielleicht noch niemand gedacht hat, ist unter Umständen erhellender.

Leitartikel

Dies ist der politische Hauptkommentar des Tages. Er widmet sich einem aktuellen Thema. Es wird in derselben Ausgabe auch in Berichten und Nachrichten dargestellt. Jedes Ressort, auch Wirtschaft, Sport und Feuilleton, kann einen „Leitartikel“ haben. Im Lokalteil heißt er „Lokalspitze“.

Kritik

Im Netz finden sich meistens Buchkritiken, oft auch Filmkritiken.

Eine professionell geschriebene Kritik weist folgende Merkmale auf:

Glosse

Eine Glosse eignet sich gut für Web: Sie ist kurz, pointiert und amüsant.

Kolumne

Das Wort bedeutet im Wortlaut „Druckspalte“.

Chefredakteure oder feste Mitarbeiter kommentieren oder glossieren regelmäßig einen Missstand, ein Diskussionsthema oder irgendeine Kuriosität. Meist auf unterhaltsame Weise.

Essay

Essays behandeln ein Thema erschöpfend und geistreich, nehmen Stellung zu großen Zeitfragen. Sie stellen ein Bindeglied dar zwischen journalistischen und literarischen Formen. Das stellt höchste Ansprüche. Gute Essays sind selten.

Die Meinung des Users

Im Netz dürfen nicht nur Profis ihre Meinung verbreiten. Jeder User findet im Chat oder im Meinungsforum Möglichkeiten, sich zu äußern - oft direkt im Anschluss an den Artikel eines Journalisten. Viele Internet-Buchversandhändler , wie zum Beispiel amazon.de, bieten den Usern die Möglichkeit, online eine Kritik abzugeben.

Journalisten schreiben den Einstiegsbeitrag für das Diskussionsforum. Der beeinhaltet noch keine eigene Meinungsäußerung, sondern informiert über den strittigen Sachverhalt.

Die Teilnehmer an der Diskussion können nicht nur auf den Artikel oder den Einstiegsbeitrag Bezug nehmen, sondern auch auf andere Teilnehmer: durch „Quoten“. Man zitiert eine Stelle aus dem Beitrag des Vorgängers und gibt seinen Kommentar dazu ab.

Mehr dazu bei den Newsgroups

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