Nutzer und Märkte

Zur Konzeption eines journalistischen Online-Angebots gehört im Vorfeld die Markt- und Zielgruppenanalyse. Daraus ergeben sich Überlegungen zu Inhalt, Aufbau und Gliederung.

Unternehmensberatungen, wie zum Beispiel Fittkau & Maaß führen regelmäßig Online-Befragungen durch. Untersucht werden soziodemografische Strukturen, allgemeine Medien-Nutzungsgewohnheiten, Nutzung von Printmedien und Fernsehsendern online sowie Wünsche, Meinungen und Einschätzungen der Online-User zu Themen wie Werbung, Online-Shopping und -Finanzdienstleistungen. Diese Untersuchungen mit Erhebungszeiträume von sechs Wochen werden bei Fittkau & Maaß als „W3B-Umfragen“ bezeichnet (Weitere Infos unter http://www.w3b.de).

Das Interesse der Online-Nutzer steht auch im Fokus der klassischen Medienforschung. Hier sei das Gemeinschafts-Projekt der Fachzeitschrift „Media Perspektiven“ und der SWR-Medienforschung genannt.(siehe http://www.media-perspektiven.de).

Darüber hinaus hat die Publizistik- und Kommunikationswissenschaft seit Mitte der 90er Jahre das Internet und seine Nutzer als medienspezifisches Untersuchungsfeld entdeckt.

Abrufzahlen von Internet-Sites haben eine vergleichbare Funktion wie Auflagenzahlen bei der klassischen Presse. Damit werden die Werbeträgerleistungen von Online-Medien ermittelt. Entsprechende Erhebungs-Verfahren bietet die Informationsgemeinschaft zur Feststellung der Verbreitung von Werbeträgern (IVW).

Es gibt verschiedene Indikatoren, die einen möglichen Aufschluss über die Attraktivität einer Website geben können. Der Visit (Verweildauer proportional zur besuchten Anzahl der Website) wird von IVW als Werbeträgerkontakt definiert.