Editoren

Mit Hilfe von Editoren können Sie Websites erstellen und verwalten. Man unterscheidet zwischen grafischen und textbasierten Editoren.

Grafische Editoren, die sogenannten WYSIWYG-Editoren (= What you see is what you get), sind relativ einfach zu bedienen. Die Seite wird beim Entwerfen genauso angezeigt, wie sie ein Standardbrowser später darstellt. Auf der grafischen Benutzeroberfläche werden die Bestandteile der Webseite mit Werkzeugen erzeugt. Der HTML-Code wird automatisch im Hintergrund generiert. Sie benötigen dazu keine Programmierkenntnisse.

Bei textbasierten Editoren schreibt der Programmierer direkt den Quellcode (HTML-Syntax) der Webseite. Benutzerfreundliche Texteditoren helfen beim Erstellen des HTML-Codes. Die meisten modernen Editoren können sowohl HTML- als auch CSS-Syntax grafisch hervorheben (Syntax-Highlighting) und erleichtern so die korrekte Eingabe des Quellcodes und die Fehlersuche.

Grafische Editoren

Zu den gebräuchlichen grafischen Editoren gehören Adobe Dreamweaver, Adobe GoLive, Microsoft Frontpage 2003, NetObjects Fusion, im weiteren Sinne auch Flash, da auch hiermit viele Web-Auftritte erstellt werden.

Dreamweaver

Dreamweaver ist auch nach der Übernahme von Macromedia durch Adobe das vielleicht am weitesten verbreitete Web-Autorensystem, mit dem Sie professionelle Websites erstellen und verwalten können. Die grafische Benutzeroberfläche bietet verschiedene Werkzeuge zum Gebrauch an. Es ermöglicht die übersichtliche Bearbeitung von Webseiten und bietet Funktionen wie Farbkennzeichnung und Autovervollständigen für HTML-Code und Skriptsprachen wie PHP und JavaScript. Der Quellcode wird in aktuellem XHTML generiert, CSS-Befehle können bequem erzeugt werden. Die erstellte Website kann auf die Kompatibilität in verschiedenen Browsern und Fehler im Quellcode überprüft werden.

http://www.adobe.com/de/products/dreamweaver

Flash

Dreamweaver wurde zusammen mit dem Grafikbearbeitungsprogramm Fireworks konzipiert. Die Programme sollen optimal zusammen spielen. Seine volle Stärke entfaltet das Designer-Tool allerdings erst im Zusammenspiel mit Flash, ebenfalls aus dem Hause Macromedia. Damit lassen sich bewegte Bilder und Film-Sequenzen erzeugen, die verhältnismäßig sparsam mit der Bandbreite des Netzes umgehen. Zum Abspielen ist der Reader Shockwave erforderlich, der kostenfrei heruntergeladen werden kann.

Flash ist derzeit ein sehr weit verbreitetes Format für Animationen und Vektorgrafiken im Internet. Flashfilme können in HTML-Dokumente eingebunden werden. Verschiedene Websites bestehen vollständig aus Flashseiten. Für das Grundverständnis von Flash ist es wichtig, dass Flash die erstellten Inhalte als Filme (engl.: Movies) auffasst. Daraus ergibt sich die Bezeichnung der einzelnen Bestandteile des Editors.

http://www.adobe.com/de/products/flash/flashpro

GoLive

GoLive ist ein HTML-Editor der Firma Adobe. Das Programm ist wegen seines großen Funktionsumfangs eher für professionelle Anwender abgelöst. Nach der Übernahme von Macromedia durch Adobe soll GoLive von Dreamweaver ersetzt werden. Die Version 2.3 der Adobe Creative Suite enthält letztmalig GoLive und Dreamweaver. In zukünftige Versionen der Creative Suite wird ausschließlich Dreamweaver integriert sein. GoLive soll aber als Einzelprodukt noch weiter entwickelt werden.

http://www.adobe.com/de/products/golive

FrontPage

FrontPage 2003 ist ein Produkt von Microsoft zum Erstellen von Websites. Es ist in seinem Aufbau eng an andere Office-Produkte von Microsoft angelehnt und eignet sich wegen seiner technischen Besonderheiten vor allem für den Hobbybereich. Momentan arbeitet Microsoft an einem neuen Produkt, Microsoft Expression Web, das FrontPage ablösen und in das Paket Microsoft Expression integriert sein wird.

http://office.microsoft.com/de-de/frontpage/FX100743231031.aspx

NetObjects Fusion

NetObjects Fusion ist ein HTML-Editor der Firma Websitepros. Es wird nur für Microsoft Windows angeboten. Mit ihm können komplette Webseiten-Projekte erstellt werden, bestehende Web-Auftritte allerdings können nur bedingt importiert werden. Aufgrund seiner einfachen Handhabung, seines günstigen Preises und seines relativ großen Funktionsumfangs ist das Programm für Einsteiger und semi-professionelle Anwender geeignet. Gute Ergebnisse lassen sich schnell und unkompliziert erzielen.

http://www.netobjects.de

Textbasierte Editoren

Für alle im Folgenden genannten HTML-Editoren gilt: Sie benötigen HTML-Kenntnisse, um sie richtig einsetzen zu können. Die meisten Freeware-Editoren können sowohl HTML- als auch CSS-Syntax grafisch hervorheben (Syntax-Highlighting) und erleichtern so die korrekte Eingabe des Quellcodes.

Der Editor Phase 5, ursprünglich von Ulli Meybohm entwickelt, jetzt von Hans-Dieter Berretz weiter gepflegt, ist weit verbreitet. Der Quellcode kann hier auf Richtigkeit untersucht werden und die Preview-Funktion kann mit den meisten WYSIWYG-Editoren konkurrieren. Phase 5 ist nur unter Microsoft Windows verwendbar. Dem Editor Phase 5 ähnlich ist der Editor XHTML-Format, der auf Windows-, Linux und Mac-Rechnern einsatzfähig ist. Beide Editoren verfügen über spezielle Button- und Einfüge-Sets für CSS.

http://www.qhaut.de
http://www.homepagehelper.de

Aptana ist eine plattformunabhängige kostenfreie Software für die Entwicklung von Webanwendungen. Dabei kann Aptana als Teil der integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) Eclipse eingesetzt werden oder als eigenständige Applikation ausgeführt werden. Als HTML-Editor gibt Aptana während der Eingabe Hinweise auf mögliche CSS-Anweisungen. Syntax-Highlighting und Preview sind möglich.

http://www.aptana.com/

Ein für Mac-User interessanter Editor ist SubEthaEdit, dessen Möglichkeiten weit über das Verwalten von HTML-Code hinausgehen und der vor allem als Editor zum Programmieren benutzt wird.

http://www.subethaedit.de/index.de.html

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