JPEG ist ein komprimiertes Bildformat, das nach der Joint Photographic Experts Group benannt ist, einem 1986 gegründeten Gremium der International Telecommunication Union (ITU). Das "Joint" im Namen stammt von der Zusammenarbeit von ITU, IEC und ISO. Dieses Gremium entwickelte ein im September 1992 standardisiertes Verfahren zur verlustbehafteten Kompression digitaler Bilder. Kompressionen bis etwa 1,5...2 Bit/Pixel sind visuell verlustfrei, bei 0,7...1 Bit/Pixel sind noch gute Ergebnisse erzielbar, unter 0,3 Bit/Pixel wird JPEG praktisch unbrauchbar, das Bild wird zunehmend von unübersehbaren Kompressionsartefakten (Blockbildung, stufige Übergänge, Farbeffekte an Graukeilen) überdeckt. Dies ist besonders bei klaren Konturen, zum Beispiel für einfache Zeichnungen, scharfe Schriftzüge usw. nicht geeignet. Die Qualität hängt aber neben der Kompressionsrate auch von der Art der Bilder ab. Rauschen und regelmäßige feine Strukturen im Bild verringern die maximal mögliche Kompressionsrate. Das Öffnen und anschließende Speichern einer JPEG-Datei führt darüber hinaus zu einer neuen verlustbehafteten Kompression.
Pro Bild sind bis zu 16,7 Millionen Farben speicherbar. JPEG (auch JPG) ist das im Web am weitesten verbreitete Bildformat für Fotos. Ungeeignet ist JPEG für digitale Strichzeichnungen (zum Beispiel Vektorgrafiken), Schwarzweißbilder und gerasterte Bilder (Zeitungsdruck). Für diese Bilder sind Formate wie GIF, PNG oder JBIG besser geeignet. JPEG ist quer über alle Betriebssysteme austauschbar. Als Dateiendung wird .jpg verwendet. Nachfolgeprojekte sind JBIG (Bilevel Images, Schwarzweißzeichnungen komprimierbar) und JPEG–2000 (bessere Kompression, viele sinnvolle Features). Die Bewegtbildkompressionsverfahren MPEG–1 bis 4 (Moving PEG) bauen auf JPEG auf.
Ein gängiges Grafikformat, bei dem Daten verlustfrei komprimiert werden ist GIF (Graphics Interchange Format). Es wurde 1987 von dem US-Online-Dienst CompuServe als Farbformat eingeführt. Im Internet war GIF zunächst neben dem Schwarz-weiß-Format XBM das zweite Standardformat für Bilder. XBM wurde inzwischen vollständig unter anderem von JPEG verdrängt. GIF konnte sich jedoch behaupten, weil es im Unterschied zum JPEG-Format Grafiken mit harten Farbübergängen korrekt darstellen kann. Ebenso unterstützt es Transparenzen, das heißt es kann Bilder mit transparentem Hintergrund erzeugen. Die Farbinformationen sind bei GIF in einer Farbtabelle gespeichert, die bis zu 256 Einträge enthalten kann. Farbfotos oder Bilder werden folglich aufmaximal 256 Farben reduziert. Dieser Vorgang wird Farbquantisierung genannt. GIF-Dateien können Animationen enthalten. Es ermöglicht solche, die nur einmal oder auch mehrere Male ablaufen. Auch heute werden GIF-Bilder häufig für Banner und kleinere Bilder im Internet verwendet.
PNG (= Portable Network Graphics) ist ein Grafikformat für Rastergrafiken. Da GIF bis 2004 mit Patentforderungen belastet war, gab es Bedarf für ein freies Format: so wurde PNG als freier Ersatz für GIF entwickelt. Seit 1995 PNG ist ein universelles vom World Wide Web-Consortium anerkanntes Format und wird von allen neuen Webbrowsern unterstützt. Mit PNG sind ebenso wie bei GIF Transparenzen möglich. Allerdings kann der Microsoft Internet Explorer diese erst seit Version 7 anzeigen. Im Gegensatz zum JPEG-Format wird die Bild-Information verlustfrei komprimiert gespeichert. PNG wurde bewusst ohne Animationsfähigkeit entwickelt, diese Lücke sollte das eigene Format MNG schließen. Bis zum Jahr 2007 wurde MNG allerdings nicht vom WWW-Consortium anerkannt. PNG hat mehrere Vorteile gegenüber dem GIF-Format: Es bietet mehr Eigenschaften, fast immer bessere Kompression und kann wie das JPEG-Format mehrere Millionen Farben darstellen.