Video-Formate

In den letzten Jahren ergeben sich für den Online-Journalisten Möglichkeiten, Video- und Audiobeiträge für den User im Internet anzubieten.

Im Folgenden wird eine Auswahl an gängigen Video-Formaten vorgestellt:

MPEG-Format

Das MPEG-Verfahren (Moving Pictures Experts Group) komprimiert digitales Videomaterial auf eine kleine Datengröße. Bei diesem Vorgang wird nicht jedes Einzelbild komprimiert, sondern nur die Veränderungen von Bild zu Bild. In den letzten Jahren wurden mehrere Kompressionsstandards entwickelt. MPEG-1 wurde in den frühen 90er Jahren entwickelt und für Multimediaanwendungen verwendet. Später kamen MPEG-2 und MPEG-3 mit höheren Kompressionsraten auf den Markt. Heute ist MPEG-2 mit das meistverwendete Verfahren, um geschnittenes Filmmaterial auf eine DVD zu komprimieren. MPEG-4 ist die neueste Weiterentwicklung der MPEG-Formatreihe. Es eignet sich nicht nur für audiovisuelle Medien mit einer niedrigen Bitrate, sondern auch fü Streaming von linearen Mediendaten bei Internet- und drahtlosen Anwendungen. Mit aktuellen Codecs (z.B. H.264*) lässt sich der Datenaufwand für einen Video-Film um über 50 Prozent verringern.

MOV-Format

Das Ziel dieses Formats ist es, digitales Videomaterial zu komprimieren und dabei eine hohe Bild- und Tonqualität beizubehalten. Das Format wurde von Apple Incorporated. entwickelt. Das MOV-Format wurde in der Software Quicktime implementiert. Mit der Zeit hat es sich zu einem Multimediaformat weiterentwickelt, das in mehreren unabhängigen Spuren Audio-, Video- und Bilddaten mit unterschiedlichen Codecs komprimiert speichern kann.

RM-Format

RealNetworks hat dieses Format im Jahr 1995 entwickelt. Es wird von vielen Internet-Multimediaplattformen für Audio-/Videostreams eingesetzt, wie zum Beispiel bei http://www.tagesschau.de. Der Vorteil beim Einsatz von RM ist die verhältnismäßige gute Bildqualität bei geringen Datenraten.

AVI-Format

Es handelt sich um ein weitverbreitetes Multifunktionsformat, was von Microsoft entwickelt wurde. Dateien im AVI-Format beinhalten eine Video- und eine Audiospur, die unabhängig voneinander komprimiert sein können. Die Bildqualität und anfallende Datenmenge hängt von der Komprimierung ab.

FLV-Format

Es ist ein eigenständiges Videoformat der Firma Adobe, das dazu verwendet wird, Videodateien über das Internet zum Adobe Flash Player Version 6, 7, 8, oder 9 zu transportieren und abzuspielen. Flash-Video zeichnet sich dadurch aus, dass Webseiten mit Videos auf allen Rechnern angezeigt werden können, auf denen der Adobe Flash Player installiert ist. Dieser erreicht im Vergleich zu konkurrierenden Plugins wie Quicktime oder RealPlayer eine extrem hohe Verbreitung. Die Folge ist, dass alle bedeutenden Videoportale wie Google Video, YouTube und MyVideo auf FLV-Videos setzen.

WMV-Format

Dieses Format ist ein proprietärer Video-Codec von Microsoft und Teil der Windows-Media-Plattform. Bei circa 90 Prozent aller PCs ist ein Betriebssystem von Microsoft installiert. Daher ist WMV automatisch ein weltweit verbreitetes Video-Format, das auch von den meisten Online-Portalen mit ihren Audio-/Videobeiträgen verwendet wird.

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